Dienstag, 27. Juni 2017

Blogger, Blusen, Blumen, Bier, Brezeln, Blubberwasser und Bolle

Eine Reise nach Leipzig


Im März war ich zur CeBit in Hannover. Da gab es auch eine Veranstaltung für Blogger, die mich aber nicht sonderlich vom Hocker riss. Die Stadt Hannover selbst hatte allerdings einen Stand mit sehr freundlichen Menschen, der mich neugierig machte. Aber dazu später mehr.

Meine Bloggerfreundin Claudia wohnt nicht weit weg von Hannover und wollte mich eigentlich begleiten, war aber dann kurzfristig gehandicapt und musst daheim bleiben. So trabte ich ganz alleine umher und mir verging ziemlich bald die Lauflust.. Als ich mich gerade auf den Weg zu meinem Auto machen wollte, um wieder gen Norden zu düsen, lief ich Anja in die Arme. Anja betreibt mit 3 Freundinnen den wunderschönen und lebensfrohen Blog schönes + leben.

Aufgrund der virtuellen Verfolgungen erkannten wir einander gleich. Und verstanden uns auf Anhieb wie "Latsch und Bommel". Liessen ganz kühn ein oder zwei Vorträge sausen, weil wir quatschend in der Ecke saßen. Uns unsere Lebenswege erzälten, übereinander staunten und danach sehr froh waren, uns endlich getroffen zu haben.


Ich war von Anjas Energie schwer begeistert. Was sie alles vorhat! Wovon sie träumt, was sie plant - einfach unglaublich.

Von einem Traum, der sogar schon ein Stück größer war, als nur ein Gedankenflitz, erzählte sie mir: Sie würde gerne ein kleines, feines Bloggerevent ausrichten. Mit lauter Leuten, die sie mag, schätzt  und kennt. Dabei könnten ihr lokale Sponsoren helfen, die alle irgendwie besonders sind. Das klingt nach viel Arbeit, viel Zeit, viel Organisation, viel Überzeugung. Aber Anja hat die Sache nicht nur zu Ende geträumt, sondern gleich mal alles angepackt und  losorganisiert. Und als sie damit fertig war, hat sie auch mich dazu eingeladen, nach Leipzig zu kommen!

So bin ich am letzten Donnerstag hingefahren. Ich war lange nicht mehr dort oder nur sehr kurz und ohne einen Blick für Details oder Veränderungen. 1981 und 1982 habe ich in dieser Stadt gelebt, geliebt, gearbeitet und gelernt. Dann wollte ich doch lieber nach Berlin, bevor der Sound auf mich abfärbt. Nein, keine Gefahr, soll ich Dir den wahren Grund verraten? Der Möchtegern-Schwiegervater flüsterte mir Silvester 1983 ins Ohr, dass er sich ein Enkelkind wünsche. Das war der Punkt, an dem ich die Flucht nach Berlin ergriff.


Dimitroff-Museum sagte ich, als wir an diesem Gebäude vorbeifuhren. Bundesverwaltungsgericht sagte Anja - so ändern sich die Zeiten...

Ein Sommerabend in Leipzig


Nach dem Treffen mit Anja habe ich ihren Blog viel regelmäßiger gelesen und ihren Beitrag über LUXAA fast verschlungen. Mode aus Tyvek Fasern - wie krass ist das denn?  Tyvek kenne ich. Sehr gut sogar. Allerdings nur von Briefumschlägen. Ich mag die Haptik, die reinweisse Farbe, die Leichtigkeit und die Möglichkeiten der Wiederverwendung. Kommen hier Tyvek Umschläge an, werden die immer aufgehoben wiederverwendet. Und Anja erzählte im Blog von einer Designerin, die Tyvek in Sreifen schneidet und verstrickt. Meine Augen wurden immer größer!

Mitte Mai fragt mich Anja, ob ich zu ihrem Event nach Leipzig kommen mag. Nun, von Berlin aus wäre das kein Thema. Die Anreise aus Nordfriesland sieht schon etwas anders aus. Ich grübelte aber nur solange, bis Anja erwähnt, dass das Event im Showroom von LUXAA stattfindet. Save the date - das mache ich sofort und gerne.


Ich freue mich, das Katrin - vom Blog DAS LEBEN IST SCHÖN - auch zusagt und extra aus Berlin anreist. Ausserdem treffe ich Andrea wieder und lerne Peggy und Conni kennen, die Anja auf dem Blog unterstützen.

Das Kleidermädchen Jessy ist vor Ort und Manja (mit wundervollen Ohrringen aus Plauener Modespitze), dazu Maria (sie hat so richtig Ahnung von Pinterest) und Franzi (schiesst das schönste Erinnerungsfoto des Abends) und Katharina (Küken und Nest), Claudia (macht Kochyoga - aber nicht, was Du jetzt denkst ) und das immergrüne Frl. Kathleen. Alle sind sehr entspannt und kommunikativ. Selten habe ich mich bei einem Bloggerevent gleich wie unter Freunden gefühlt. 

Ja, jemand fragte auch nach meiner Reichweite, aber das war die Begleiterin eines Sponsors. Unter uns erwachsenen Mädels waren Zahlen, Daten, Fakten an diesem Abend kein Thema. Wir waren in Modelaune und haben uns quer durch den Showroom probiert.

LUXAA = nachhaltige Ästhetik

 

Foto © Christian Döpel


Materialien made in Germany, puristisches Design, wenige Farben und keine schnelle Jagd nach neuen Kollektionen. So macht Anne innovative Mode. Es kommen immer mal neue Modelle dazu, die das bestehende Angebot ergänzen. Die sich mit vorhandenen Stücken kombinieren lassen. Seide, Flanell, Bio-Jersey, Batist, Bio-Fleece, Tyvek - recyclebare zertifizierte Rohstoffe.

Ein Kleid aus Tyvek und Jersey wurde gleich am nächsten Morgen ausgeführt und ich war zur rechten Zeit am rechten Ort, um für den Blog ein Foto vom Shooting mitzubringen:

Des Models Blog und Instagram-Account - für mehr Bilder und Berichte aus aller Welt

Im LUXAA-Laden gibt es auch Schmuckstücke ganz besonderer Art. Zarte Ketten, Ringe, Ohrringe - aber auch Holzgürtel - nein, nicht in Größe 42. Mit meinen Maßen betone ich lieber andere Stellen! Die verwendeten Materialien (Hölzer und Leder) sind Restbestände aus der Möbelindustrie. Das nenne ich mal eine schöne Abfallverwertung!

Auch Kosmetik war im Showroom zu entdecken und zu testen - leider habe ich mich an diesem Abend gar nicht darum gekümmert, aber mich heute für Dich im Netz umgeguckt. Bei der Firma: LOVELYDAYSBOTANICALS  ♥ Im Goodie-Bag steckte nämlich ein Face-Toner "Hyaluron + BLOOM", den ich jetzt morgens nach dem Gesichtswasser und vor dem Serum und abends vor Nachtcreme benutze. Hyaluron (in diesem Fall sogar vegan) geht bei meiner Haut immer und, dass ich Rosenduft mag, habe ich ja auch gerade zugegeben.

Was gehört noch zu einem Bloggerevent?

 

Die Partner, die für das leibliche Wohl und für Frohsinn sorgen! Bei der Auswahl hat Anja auch wieder gezeigt, daß sie ein Händchen für aussergewöhnliche Sponsoren hat.



Foto © Christian Döpel



Bei PRETTY POTTWAHL und FUNKY FORELLE denke ich eher an einen Fischladen und nicht an Grillabendbegleiter aus einer lokalen Brauerei. Ich habe jetzt ein neues sächsisches Lieblings-Radler und bekomme vom Brauer persönlich Bescheid, wenn es auch im Norden zu haben ist!

Noch spannender fand ich die Story von Meiner Mött's Erfrischung. Eine feine Limonade. Nur leicht prickelnd und nur leicht süß aus Früchten und Kräutern. Mit erheblichem Suchtfaktor, mit Familiengeschichte und mit Minze, Melisse, Petersilie und einem Hauch Basilikum. Der lustige Name kommt von Katerina - sie nennt ihre Mutter so ;-)


Dann möchte ich auch unbedingt noch den Opener des Abend erwähnen! Dazu kommt noch so ein schöner Name ins Spiel: EDELRAUSCH - mehr als eine Weinhandlung - n der Könneritzstrasse. Man spendierte uns zur Begrüßung einen Secco Rosé von Prinz zu Lippe vom Schloß Proschwitz bei Meissen. Auch Leser, die kein Kribbelwasser mögen, sollten mal auf diesen Link klicken - das Schloß sieht aus, wie aus dem Märchen!


Nein, ich bin noch nicht durch: die Leckereien fehlen noch! Sie kamen aus der HELDENKÜCHE - dort kennt man seine Lieferanten und Produzenten für "Herzgemachtes" persönlich und stellt sie auch gleich namentlich vor!


Foto © Christian Döpel

Marie kredenzte uns eine gesunde süße paleo Leckerei: Fugde aus dunkler Schokolade mit Granatapfelkernen. Noch mehr leckere Ideen teilt sie HIER mit der Welt.

Schau mal auf die opulente Blumendeko auf dem nächsten Foto! Die kommt aus einem Leipziger Blumenstudio namens Erna Primula. Von Gartengestaltung über Blüten jeglicher Art bis hin zum Hochzeitsstrauss samt Kirchenschmuck kannst Du alles von Chantal bekommen. Auch über Leipzigs Grenzen hinaus.


Erwähnen möchte ich auch noch das Studio Hartensteiner. Sie haben die Möbel zur Verfügung gestellt, die wegen des heftigen Sommergewitters (das in Hamburg ein Unwetter war und sogar die Züge ausfallen liess) schnell in den benachbarten Hausflur getragen wurden.

Foto © Christian Döpel


Ich danke auch Christian, dem fleißigen Fotografen des Abends. Ihm kannst Du bei Facebook folgen oder Dir bei Instagram sein Album ansehen. Er nennt sich Fotonieur - das gefällt mir. Eine sehr gelungene Bezeichnung. Seine Fotos habe ich im Artikel gekennzeichnet.

Es gibt viele Links heute im Text. Es ist viel zu klicken, aber das ist normal bei so einer detailreichen Eventberichterstattung. Es wäre unfair, nicht alle Beteiligten zu nennen, um mich bei ihnen zu bedanken! Hier gibt es in den nächsten Tagen sicher noch mehr Klick-Links. Denn wenn die anderen bloggenden Event-Besucher ihre Berichte ins Netz stellen, werde ich diese gerne hier aufzählen und Dich netzwerktechnisch in ihre Richtung schicken.

Und schon geht es los:

Anja hat auch heute Ihren Eventbericht Teil 1 veröffentlicht

Ist das Reklame?

 

Ich bin auf eigene Kosten nach Leipzig gefahren.
Ich habe mein Hotelzimmer selbst bezahlt.
Ich bekam ein Goodie-Bag mit Erinnerungen an alle Sponsoren.
Ich nutzte den Limousinen-Shuttle-Service für die Fahrt vom Hotel zum Frühstück* und zum Bahnhof**




*wir waren vier Frauen im Café GRUNDMANN und jede zahlte Ihr Frühstück selbst. Ich hatte Jerusalem, eine heiße Milch, zwei Eier im Glas und einen frisch gepressten Orangensaft.

**danke liebe Anja, für die Einladung nach Leipzig, für den wunderbaren Abend und für die flotte Fahrt in Deiner Familiensänfte


Donnerstag, 15. Juni 2017

Es muss nicht immer Chanel sein: Mein Souvenir aus Paris





Noch mehr Freude mit Haushaltschemie

Oh, Du fährst nach Paris? Bringst Du mir was mit? In den 90ern war es Parfum, das in Berlin noch nicht zu haben war oder Xylit Kaugummis. An Zuckeralternativen war hier ja lange nicht zu denken. Zu frühen Eurozeiten war es bei Herms, Vuitton, Chanel & Co. im Ursprungsland noch etwas günstiger, aber diese Unterschiede haben sich mit dem Onlinehandel auch erledigt.


Heute fragen nur noch Menschen aus ländlichen Gebieten nach Laduree Macarons oder diesen fürchterlichen billigen und doch überteuerten und kitschigen Schlüsselanhänger aus Kunststoff. Denn heute gibt es alles oder fast alles in jeder großen Stadt oder überall im Netz.


Mein Rosenwasser suche ich allerdings noch immer. Sowohl in Paris, als auch im Netz. Ein WANTED Bild habe ich meinem kürzlich veröffentlichten Artikel hinzugefügt und zeige es hier auch gerne nochmal.

WANTED
Bei Google finde ich nur Fotos dieses Wassers und Goolge findet jetzt vielleicht auch meines,
aber eine Nachkaufsquelle habe ich leider noch nicht erschlossen.

Und die ganz kleinen Evian Flaschen finde ich nirgens, nur in Frankreich. Also werden sie gebunkert, wenn wir mit dem Auto dort sind, weil sie auf Flugreisen ideal sind. Bei 0,5 l schaffe ich es oft nicht, die Pulle vor der Sicherheitskontolle zu leeren, aber wenn es nur so ein Schluck ist, kippe ich den schnell in den Kopp.




Meine Tricks als Konzertbesucher

Auch in Konzerten brauche ich immer Wasser, die kleinen Pullen kann man gut in den Saal schmuggeln. Einfach eine Packung OB's oben in die Handtasche legen und der Herr von der Sicherheitsfirma winkt dich ganz schnell durch. Der Trick klappt auch noch mit Ü50. Er ist auch sehr nützlich übrigens, wenn in der Halle Fotografierverbot herrscht und Du Dein Teleobjektiv mit in den Saal schmuggeln möchtest. Den Kamerakörper trägt ja immer jemand anders für mich, der etwas seriöser aussieht und nie kontrolliert wird. 




Aber zurück zum Thema Mitgebringe. Was habe ich also bei der letzten Reise nach Paris eingekauft? Nein, kein Persil, das mit Mandelgeschmack gibt es ja inzwischen auch bei Budni!


Spülmaschinenpulver heisst die Lösung

Denn bei mir gibt es keine Tabs. Der Miele Mann im Innova Laden am Berliner Theodor-Heuss-Platz hat uns beim Maschinenkauf von Anfang an davon abgeraten. Wie auch vom Flüssigwaschmittel für Waschmaschinen - ich beherzige das aber nicht wirklich, denn die Kaschmirsachen werden mit AMYTIS gewaschen. Alles andere mit Pulver. Nie mit Tabs oder diesen kleinen Säckchen, die sich auflösen.



Er hat es uns auch ganz plausibel erklärt: die sehr fest gepressten Tabse müssen sich erst langsam auflösen und es braucht schon eine schöne Menge Wasser und ordentlich Zeit, ehe dem Geschirr die perfekte Reinigungs-Lauge zur Verfügung steht. Außrdem meinte er,  die verschiedenen Farbschichten und Kugeln in dieser Bröckchen seien eh nur Spielkram. Also Konsumentenver*rsche. Müssten die Hersteller sonst soviel Werbung dafür machen? Nö! Hat schon mal jemand in den letzten 20 Jahren einen TV-Spot für Spülmaschinenpulver gesehen? Nö! Das verkauft sich nämlich von ganz alleine. 



Eine Lanze für weisses Pulver

Ist aber natürlich etwas umständlicher, denn es kommt in diesen dicken Plastepackungen in den Handel. Die kann man nur mit einer Schere unfallfrei öffnen und nicht wieder richtig verschließen. Also muss es gleich noch umfüllen, in eine entsprechend grosse Plastebutte. Das staubt, vielleicht musst man davon niesen.


Das Handling beim Gebrauch ist auch nicht einfach - man braucht einen Messbecher, füllt ihn randvoll und balanciert ihn - möglichst ohne zu krümeln - bis zum Waschmittelfach der Spülmaschine. Viel praktischer ist da doch so ein kleiner bunter Tab. OK - den muss man auch erst auswickeln und die Folie artgerecht entsorgen, aber das ist man gewohnt.

Bei meiner Freundin in Paris habe ich letztens die Spülmaschine angeworfen und dachte, unter der Spüle die Tabs zu finden - aber denkste Puppe: da stand eine blaue Flasche mit einem Pulver.



Die steht jetzt auch bei mir und bei meiner ökologisch aufmerksamen Schwester und bei der Berliner Freundin. Diese Packungen sind nachfüllbar - natürlich auch mit unserem deutschem Pulver ;-) - man spart also auf lange Sicht obendrein ordentlich Verpackungsmüll. Und man kann das Pulver ohne Krümelei exakt dosieren, sogar mit einer Hand! Letzte Lanze für das Zeug: Der Schüttgutbehälter beansprucht auch weniger Stellplatz im Schrank.


Keine Frage der Marke

Falls Du Dich jetzt fragst, welches Pulver ich immer einkaufe, kann ich Dir das gar nicht sagen. Denn hier ist sogar mir die Marke völlig latte. Da ist doch überall das gleiche Zeug drin oder? Ist das nicht so wie mit Saturn und Media Markt? Oder Spee und Persil? Kommt das nicht alles aus einem Pott?


Die Ameisen laben sich an den zuckersaftigen Knopsen, aber nur solange,
wie die Stengel noch an der Pflanze sind.
Stehen die Blumen in der Vase, haben die Ameisen kein Interesse mehr.




Pfingstrosen aus Nordfriesland

Dann wäre da noch die Frage nach meinen heutigen Fotos. Natürlich hätte ich auch das vorgestellte und selbstgekaufte Produkt aus allen 4 Himmelsrichtungen fotografieren können, aber ich fand die Pfingstrosen einfach fotogener, zumal deren Zeit fast schon wieder vorbei ist. Da macht es nichts, ihnen hier noch etwas zu huldigen. 

Mein Outfit? Darin damit werde ich gleich den Rasen mähen - mehr ist dazu nicht zu sagen!