Freitag, 30. Dezember 2016

SYLT - Entschleunigung durch Kaffee



ZU BESUCH IN DER KAFFEERÖSTEREI SYLT

Du gehörst zu denjenigen, die morgens erst nach einer Tasse Kaffee in die Gänge kommen? Dann habe ich etwas für Dich. Nein, heute keine bezahlte Dauerwerbesendung, sondern einen Geheimtipp sozusagen! Für den nächsten Sylt-Besuch in entschleunigter Gemütlichkeit! Und dann habe ich auch gleich eine prima Idee für ein Mitbringsel jenseits der üblichen China-Souvenirs. Es geht hier und heute um frisch gerösteten Inselkaffee - und dass, obwohl ich ja zu denen gehöre, die mit der heissen braunen Brühe so gar nichts anfangen können. 

Kaffee ist für mich nur ein bitteres Getränk mit saurem Nachgeschmack - das kannste gerne für Dich behalten, ich brauche es nicht! Die anregende Wirkung von Koffein weiß ich aber durchaus zu schätzen! Habe ich mal Schmerzkopf oder muss abends noch fahren oder lange durchhalten, hilft mir eine Coca-Cola (light oder zero jaja, es ist purer Industriemüll, aber besser als ein Autounfall) oder eine Koffeintablette.


Klar trinke ich auch mal einen Cappuccino (nur in bester Gesellschaft) oder einen Latte Macchiato (also Frühstückersatz) und nach gutem Essen einen Espresso - aber so einfachen Filterkaffe pur? Also schwarz? Schon alleine bei dem Gedanken bekomme ich Sodbrennen. Habe ich eine Einladung von Leuten, die das nicht wissen und mir Kaffee hinstellen, frage ich nach Milch und Honig und verfremde den Kaffeegeschmack dermaßen, dass ich die Tasse anstandshalber leeren kann.

Soviel zum Vorgeplänkel, jetzt zu der Story:

WIE ICH AUF SYLT ZUM KAFFEETRINKER WURDE

Ich erkundete die Insel in meinem Rhythmus, besuchte Hot-Spots und ruhige Ecken, ließ mich treiben, wohin der Wind mich trug und folge auch einfach mal einem Wegweiser. Einer zeigte zur Sylter Quelle. Da ich mehr Wasser als alles andere trinke, fuhr ich den Schildern nach und fand mich am Hafen von Rantum wieder. Es wurde dunkel, die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt, mein Handy hatte mich schon wieder verlassen und so blieben die schönen Fotos vom Watt zur blauen Stunde ungeknipst.

Ich träumte von einem Hafenkiosk mit frischem Räucherfisch, denn aus den Augenwinkeln hatte ich so ein Schild wahrgenommen, fand aber nur einen Sansibar-Devotionalienladen mit gleichnamigem Outlet eine Tür weiter. Das war alles, was noch offen hatte. Bei 50% Nachlass kann man ja mal gucken, auch wenn man nix braucht - ich habe 3 Sachen anprobiert (darunter eine pinke Strickmütze aus Kaschmir) und ließ dann aber standhaft alles im Laden. Laufe ich wirklich mit den gekreuzten Klingen durch Berlin, Hamburg oder Paris, wenn mein „Sylt-Ding“ vorbei ist? So kaufte ich wenigstens eine Magnum Pulle Sansibar Prosecco für die Leute in meiner Sippe, die keinen Champagner mögen *ggg* . Die durchaus sehenswerte Flasche, die zu Weihnachten geleert wurde, fand auch noch einen Abnehmer!



Ich lief weiter um die nächste Ecke und sah ein Fahrrad - und knipste es für Christiane, die in ihrer radelbunten Rubrik Räder von überall einsammelt. Dann las ich, was das Rad bewarb und entdeckte eine Kaffeebohne, in deren Mitte die Sylter Insel-Silhouette versteckt war. Eine wirklich schöne Reklame für ein Café - aber STOPP - es warb nicht nur für ein Café, es war Reklame für eine Kaffeerösterei! Röstkaffeegeruch mag ich gerne und ganze Kaffeebohnen knabbere ich auch hin und wieder - ohne Schokolade drumherum.



Also folgte ich dem Pfeil und landete in der Rösterei von Christian Appel und erfuhr, dass am nächsten Tag gegen 11:00 Uhr wieder Kaffee geröstet wird. So beschloss ich, mir das anzusehen. Ich liebe es, zu lernen und zu verstehen, wie Dinge hergestellt werden und ich war schon oft dabei und durfte zugucken. Bei Spitzenklöpplerinnen, Korbflechtern, Bürstenmachern, Glasbläsern, Löffelschnitzern, in Porzellanmanufakturen oder bei Porzellanmalern, Krawattennähern, Tücherfärbern, Parfümeuren, Winzern und bei einem legendären Grappahersteller


Warum also nicht mal zuschauen, wie aus den grünen Bohnen braune werden. Und so lernte ich Christian kennen, der lange beim Fernsehen gearbeitet hat und seit Mai 2016 auf der Insel seine Kaffeerösterei mit einem Café betreibt. In einer alten Lagerhalle, aber vergiss alle Assoziationen die Dir dabei kommen - davon siehst Du nichts mehr. Hier wurde richtig Geld in den Hand genommen vom Boden bis zur Decke alles chic eingerichtet. Grob gemasertes Holz, dunkles Metall und der Hingucker im Raum - der Trommelröster.

EINE WASCHMASCHINE MIT GASBRENNER

So hat uns der Röster sein Gerät vereinfacht beschrieben - aber genau dieser Trommelröster macht den Unterschied. Das lernte ich beim Röstvorgang, den Christian Schritt für Schritt vorführte und beschrieb. Er ließ uns gucken, riechen und kosten - immer wieder zog er den Probenentnehmer aus dem Gerät und wir sahen zu, wie sich Farbe und Größe der Bohnen änderten, wir hörten es deutlich knistern, als beim „first crack“ die Silberhäutchen von den Bohnen sprangen, weil die Bohne die Oberfläche vergrößerte und aufplatzte. Und wir rochen die verschiedenen Röstgrade, verschiedenen Aromen, wie sich der anfängliche, fast heuartige Duft über eine recht süßliche Phase immer mehr hin zu dem Endergebnis hin entwickelte.

Mich hat der ganze Vorgang begeistert. Es ist alles so ursprünglich, wie „früher“ - alles ist sehr viel schonender, achtsamer und natürlich mit viel mehr Handarbeit verbunden und mit kleinen Mengen zu höheren Preisen. Das ist normal! Der Rohkaffe wird traditionell in 80 l Jutesäcken angeliefert, es gibt noch nichts besseres, für den langen Transport aus Brasilien, Äthiopien, Indonesien oder Guatemala. Ausser für die Großröster - da kommen die Bohnen als lose Schüttware in den Container. 

 Aus den Kaffeesäcken werden Jutebeutel - nicht nur für Ökos!

Jeder Kaffee hat andere Qualitäten und Aromen. Da jeder Kaffeebaum woanders steht, auf anderer Erde, in anderem Klima. Bei Bohnen aus Afrika kann man noch am ehesten die Frucht herausschmecken, die die Bohne mal umgab, ähnlich wie bei einer Kirsche, zu deren Gattung die Kaffeepflanze gehört. Aus Guatemala kommen Kaffees, die nach der Röstung deutliche Schokoaromen bilden. Und so weiter, ich könnte noch viel mehr erzählen, denn während der Röstmeister redete, schrieb ich fleissig mit.

Wusstest Du, dass es noch heute eine Steuer auf Röstkaffee gibt? Sie beträgt 2,19 € pro kg und alle Kaffeeröster (auch die Big-Player) müssen sie an unseren Vater Staat abführen, wenn sie in Deutschland rösten ;-) Kosten also 500 g Kaffeepulver beim Discounter 3,99 €, dann frage ich mich wie das geht. Sicher so, wie bei Weinen für 2,99 € wenn ich von Winzern weiss, dass der Korken schon 1,00 € kostet, dazu kommen noch Flasche, Etikett und Versand und dann ist auch noch etwas in der Flasche drin. Nur was, weiss ich nicht, denn ich habe es noch nicht probiert.


Neuerdings setzt man dem Kaffee ja auch gerne etwa zu - um ihn zu aromatisieren. *pah* wozu das denn? Ich habe in dieser Rösterei so viele verschiedene Aromen in der Nase und im Mund gehabt, da brauche ich keine künstlichen mehr dazu. Adieu Nespresso Weihnachtsedition „Linzer Torte“ - ich bin echt auf den natürlichen Geschmack gekommen!

15 kg Rohkaffee werden in einem Durchgang geröstet. Erst getrocknet, dann mindestens 16 min lang bei ca. 200 °C geröstet und danach langsam und schonend abgekühlt. Damit die Bohnen nicht schwitzen.



Bei diesem rührenden Vorgang schaut sich Christian die Bohnen an, sammelt auch mal ein Steinchen heraus oder eine minikleine verbrutzelte schwarze Bohne. Dann kommt die Charge in eine Blechtonne, deren Deckel nur aufgelegt wird, damit die Bohnen noch weiteratmen können. 


Geröstet wird hier nur bei Bedarf, wenn die Vorräte sich dem Ende neigen. Das könnte zukünftig immer häufiger der Fall sein, denn es gibt jetzt einen Onlineshop. Als Service für die Leute, die seine Kreationen probiert haben und nun keinen anderen Kaffee mehr mögen, aber nicht für jeden Einkauf nach Sylt fahren möchten.


Probiert habe ich FREYA - eine für mich angenehm milde, aber vollmundige Sorte mit extrem langem Abgang. Klingt wie beim Wein? Das ist richtig. Es gibt sehr viele Parallelen. Die Liebe zum Ausgangsprodukt, die Kenntnisse zur Verarbeitung, die Sortenvielfalt und der Genuss. Und die Tatsache, dass es sone und solche Kaffees und Weine gibt.

Mir waren die Unterschiede des Röstvorganges bisher nicht klar, in kurzen Fakten wird es jedem deutlich:

Urgroßmutter:
röstete ein paar Bohnen in der Bratpfanne auf dem Holz- oder Kohleofen und nahm dann die Kaffeemühle zur Hand

Kaffeerösterei Sylt:
15 kg
16 min
200 ° C
danach langsame Abkühlung auf Zimmertemperatur
matte, glatte Oberfläche
aufgebrochene Bohnenschale ist durchgängig röstbraun, gut durchgeröstet
Ergebnis:
aromenreicher, säurearmer Kaffee, der weder Zucker noch Milch braucht
Verkauf in Tüten mit ganzen Bohnen mit Einwegventil - von aussen kommt nichts herein, von innen können die Bohnen noch weiter ausgasen


Großröster:
sie rösten tonnenweise Bohnen sehr schnell
90 Sekunden lang bei 
400° C 
natürliches Fett tritt aus, deshalb glänzend die Bohnen schön,
verkleben aber auch die Mahlwerke der Mühlen
aufgebrochene Bohnenschale ist nicht durchgängig röstbraun, sondern hat oft eine helle Innenseite
Vakuumverpackung im 500 g Ziegel, meistens schon gemahlen.


DER GESCHMACK MACHT DEN UNTERSCHIED

Der Kleinröster kümmert sich vornehmlich um das Wohl der Bohne und wie er maximalen Geschmack aus ihr herauskitzelt, der Großröster kümmert sich um maximalen Profit und um sein riesiges Werbebudget. Und ich musste erst Ü50 werden, um zu lernen, wie gut Kaffee schmecken kann. Denn natürlich habe ich auch eine Tasse genossen!


Die Aromen entfalten sich erst nach dem Rösten, beim Mahlen der Bohnen und beim Brühvorgang. Im Café bekommst Du auf Wunsch Deinen Kaffee handgefiltert. Das kennst Du von Oma? Dachte ich auch, aber es ist leider etwas in Vergessenheit geraten:


  • Porzellanfilter auf die Tasse stellen und mit Filtertüte bestücken
  • Filtertüte mit sehr heissem Wasser benetzen - das spült den Papierstaub der industriell hergestellten Filtertüten aus den Poren und öffnet diese und das Wasser wärmt die Tasse vor
  • möglichst frisch gemahlenes Kaffeepulver einfüllen: 12 - 14 g / Tasse
  • Wasser mit einer Temperatur von 92 - 95°C aufgiessen, bis nur das Pulver bedeckt ist - Faustformel 2 x soviel Wasser wie Kaffeepulver
  • Jetzt kommt der Punkt ENTSCHLEUNIGUNG: das Pulver schön quellen lassen, es vergrößert sein Volumen, der Duft steigt nach oben, die Speicheldrüsen beginnen ihre Arbeit (auch jetzt, während ich das schreibe und mir den Vorgang bildlich vorstelle) 
  • nach ein paar Sekunden (ich denke es waren 22 -30)  wird Wasser aus einer Kanne mit einer recht schmalen Tülle schwallweise und in kreisenden Bewegungen über dem Pulver verteilt, bis die Tasse voll ist.  


So mag ich plötzlich auch Kaffee - ich bin auf Sylt auf den Geschmack gekommen! 


    Ein paar Tage später fuhr ich gleich nochmal in die Kaffeerösterei und kaufe dort sinnvolle  Weihnachtsgeschenke für die Kaffeetanten unter meinen Lieben. 

     Die Bilder für mein FITBIT Gewinnspiel sind in der Kafeerösterei entstanden

    Und wenn Dir jetzt beim Lesen Dein Kaffee kalt geworden ist und Du ihn nicht mehr trinken magst, weil er noch saurer schmeckt, dann probiere mal schonend gerösteten Kaffee von der kleinen Rösterei in Deiner Nähe. Die gibt es garantiert. Frag' mal nach bei der Suchmaschine Deiner Wahl! Und bei denen schmeckt sogar kalter Kaffee, ich habe es ausprobiert!

    Kommentare:

    1. Guten Morgen Bärbel, was für ein schöner Post der genau meinen Nerv trifft. Ich liiiiiiebe Kaffee! Und zwar den guten und nicht jede Plörre die sich Kaffee nennt. Filterkaffee kommt mir nur so in die Tasse. Ich verwende die Chemex Kanne dafür, das Prinzip ist gleich. Mein Kaffee für täglich Gebrauch kostet um 22 Euro das Kilo, drunter habe ich noch nix gefunden das mir schmeckt. Wir haben in Mannheim zwar auch eine Rösterei, aber ich probiere gern aus. Werde mir im neuen Jahr den onlineshop mal anschauen. Danke für den tollen Bericht.
      Liebe Grüße, guten Rutsch, Tina

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    2. genauso!
      da wir ja hier so ein bisschen 19.jh. leben wird auch der kaffee aufgegossen und gefiltert wie bei oma. nur die kaffeemühle fehlt noch - die auf dem flohmarkt sind immer so grindig..... es gab übrigens richtige röstaufsätze mit kurbel für die küchenhexe!
      und obwohl wir ziemlich arm sind kaufen wir lieber guten kaffee - dieses T.../D...P.../E... etc. pulver riecht ja schon sauer wenn man nur die packung aufmacht........gar nicht schlecht ist übrigens die alte marke rondo, die stecken das geld in den kaffee und nicht in die werbung :-)
      die nächste kaffeerösterei hier ist in pirna - tatsächlich alter traditionsladen......
      schon mal einen guten rutsch falls wir uns nicht mehr lesen!!!
      alles liebe! xxxxxx

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    3. Das ist so eine schöne Art Kaffee aufzugießen, ich überlege schon eine Weile es zu Hause auch so zu machen! Allerdings haben wir hier in Wien so viele Kaffeehäuser, also verschiebt sich der Plan immer nach hinten :)
      Toller Beitrag, deine Fotos sind ein Genuss <3

      Komm gut ins neue Jahr Bärbel, viele liebe Grüße!

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    4. Was für ein liebevoller Beitrag für den Kaffee! Mir geht es ansonsten wie Dir: Mit Filterkaffee kannst Du mich jagen. Ich kippe dann im Notfall Berge an Zucker hinein, um ihn herunterzubringen. Bereits ein Tropfen Milch darin bringt mich an die Spuckgrenze ... dann geht gar nichts mehr. Ich trinke nur Espresso gerne.

      Nun kenne ich seit 40 Jahren fast jede Ecke auf der Insel und war noch nie in der Rösterei. Ein guter Grund, mal wieder nach Sylt zu fahren. Danke für das Buchungsargument!

      Liebe Grüße
      Ines

      P.S. Ja, die Steuern kannte ich. Deshalb ist billiger Sekt noch mehr mit Vorsicht zu genießen als Wein ...

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    5. Schön. Nun hast du mich Filterplörrentrinker neugierig gemacht und ich möchte Freya testen (toller Name, alleine der ist schon ein Kaufargument). Und da ich derzeit nicht nach Sylt komme, kommt Freya eben zu mir. Bin gerade im Onlineshop und zack... Kaffee geordert. ;)

      Lieben Gruß und einen guten Rutsch für dich!

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    6. Wow! Was für ein liebevoller Beitrag - so habe ich Kaffee noch nie gesehen/gerochen, ich merke schon ich kenne vieles nicht! Aber so einen Handfilter habe ich auch und auch eine Kaffeemühle, vielleicht sollte ich mal wie Omma den Kaffee machen! Danke für die tollen Bilder! Ich wünsche dir einen schönen Silvesterabend und ein aufregendes, gesundes Neues Jahr! Liebe Grüße Patricia

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    7. Auch wenn ich Brasilianerin bin, bin nur "Gelegenheits-Kaffeetrinker" und kenne ich auch nur teilweise mit Kaffee aus.
      Aber etwas ist bei uns bekannt - wenn man spitzengenuss haben möchte , dann muss man halt den kaffeegenuss zelebrieren , und zwar nach Grossmutters!Selbst das Wasser, mit dem der Kaffee zubereitet wird spielt eine grose Rolle!
      Toller Beitrag!
      Liebe Grüße,
      Claudia

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    8. Hallo! Niemals hätte ich gedacht, dass du keinen Kaffee magst. Ähm, mochtest. Ich liebe deine Schilderungen, wie etwas hergestellt wird und hatte den Duft frisch gerösteter Bohnen direkt in der Nase. Filterkaffee trinke ich nur noch ausnahmsweise (meistens bei Besuchen, um den Gastgeber nicht zu ärgern) und dann mit viel Milch. Seitdem wir den Vollautomaten haben und lieber feinen kleinen Kaffee kaufen, kann ich auch bestätigen, dass es zwischen Kaffee und Massenware enorme Geschmacksunterschiede gibt. Aber im Büro geht mir nichts über Nespresso, gern auch mal als Linzer- oder Sachertorte ;) Immer noch Klassen besser als der totgekochte gefilterte aus der Kanne.
      Ich wünsche dir schon mal einen guten Rutsch und ein tolles 2017! Deine April

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    9. Hier gibt es auch einen kleinen Kaffeeröster im nächsten Ort. Aber ich habe dort noch nie gekauft. Das werde ich ändern, danke für den tollen Bericht und so viele Infos.
      Liebe Grüße
      Andrea

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    10. Ich trinke nur entkoffinierten Kaffee. ;-) Viele sagen ja, da kann dann gar kein Geschmack drin sein und es nur heißes braunes Wasser. Dem muss ich aber widersprechen. Ich bin ja ein großer Nespresso-Fan und da gibt es 4 verschiedenen Sorten ohne Koffein und die schmecken so köstlich. Da kann ich mir Deinen Sylter Kaffee richtig gut vorstellen, wie toll der erst schmecken muss.

      Liebe Grüße,
      Moppi

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    11. Wir filtern auch häufig unseren Kaffee nach alter Sitte und kaufen beim Röster um die Ecke. Das ist wirklich feiner Kaffee, so wie Du es sehr fein beschrieben hast. Sehr schöner Post, da riecht man die gerösteten Bohnen förmlich...
      Wenn man bereit ist für neue Erfahrungen so wie Du, wird einem nie langweilig!
      Und das wünsche ich Dir auch sehr herzlich für das Neue Jahr 2017, liebe Bärbel. Weiterhin viel Freude am Leben und immer nette Menschen um Dich, das kommt noch dazu an Wünschen.
      Herzlichste Grüße von Sieglinde

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    12. Ich weiß schon, richtig guten Kaffee kann man nur dann schmecken, wenn man in schwarz trinkt.
      Ich habs aber nicht so mit bitter. Also trinke ich meinen Kaffee nur mit ordentlich frischer, fetter Kuhmilch.
      Entweder mit der Hand aufgebrüht oder als Dallmayr Prodomo Pad.
      Zucker im Kaffee kann ich nicht ausstehen. Da gehts mir wie Ines mit der Milch. Da bekomme ich Brechreiz.
      Espresse trinke ich ebenfalls nur mit viel, viel, viel Milch. Aber bitte frisch. Nicht H.
      LG Sunny

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    13. Als Kaffee-Junkie gefällt mir dieser Beitrag. Und was ist mit Tee? Nee, mag ich nicht.
      Die Schrift im Text ist mir zu klein. Kannst Du sie wieder größer machen?

      Liebe Grüße Sabine

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      1. Herrjee - was für winzige Mäusekackeschrift. keine Ahnung, wie das passiert ist, dass nächste Mal wird es wieder besser. Vielleicht kann ich das aber auch noch ändern. Danke für den Hinweis, liebe Sabine!

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    14. Ich liebe den Duft von frisch geröstetem Kaffee *seufz* Und in Hamburg gibt es ja jede Menge Röstereien, die tolle Sorten anbieten. Selbst hawaiiarischen Kaffee habe ich inzwischen gefunden. Hach, lecker. Bei einem durchschnittlichen Konsum von einem Liter pro Tag aber etwas teuer *grins* Jacobs Dröhnung und Konsorten kommen mir trotzdem nicht ins Haus - für die Grundversorgung kann ich den taz-presso empfehlen. Weil ich vor ein paar Tagen den Vollautomaten gehimmelt habe, wird jetzt mit Espressokanne auf Herd gekocht. Bis ich mir die Espressomaschine von Manufaktur leisten kann. Also in zwanzig Jahren oder so. Immerhin habe ich noch eine Kaffeemühle, mit der jede Bohne frisch gemahlen wird. Der Duft treibt mich tatsächlich aus dem Bett.
      Liebe Grüße
      Fran

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    15. Einen guten Rutsch und ein frohes Neues Jahr für Dich
      LG Heidi

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    16. ... Und sofort habe ich Heimweh nach dem alten Barcomi, eine kleine Rösterei mit ebenfalls leckeren Brownies. Ist jetzt weit weg, der Kaffeeduft bleibt aber unvergessen. Danke für deinen "duften" Beitrag :-)
      Hat schöne Erinnerungen geweckt.
      Bärbel, ich wünsche dir alles Gute für das neue Jahr!

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    17. Das hast Du schön beschrieben liebe Bärbel. Schon beim Lesen meinte ich den Kaffeeduft zu riechen. Auch wenn ich ihn nicht zum wachwerden brauche, trinke ich liebend gerne Kaffee. Er ist für mich manchmal Belohnung, statt Schokolade. Dann muss er aber auch besonders gut sein und in jedem Fall durch meinen guten alten Melitta-Porzellanfilter gelaufen sein. Deine Ode an den Kaffee hat mir sehr gefallen und jetzt brühe ich mir einen auf, nicht frisch geröstet, aber handgefiltert.
      Lieben Gruß und alles, alles Gute wünsch ich Dir für 2017
      Sabine

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      1. Meine liebe Sabine,
        auch für Dich alles Liebe für das schöne, frische Jahr 2017. Kaffee als Belohnung und etwas Besonderes - so halte ich es auch. Morgens bleibe ich erstmal bei Milch - obwohl sich die Herkunft ändern könnte. Bei Wasser ist es auch gerade passiert...dazu aber später mehr.
        Liebe Grüße und einen guten Start!
        Bärbel

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    18. Mmmmmm, mir geht es wie Sabine: Ich rieche auch schon den Kaffeeduft. (Übrigens, geht es Euch auch so, dass der Kaffee oft besser richt als schmeckt?)
      Obwohl meine Leidenschaft für Kaffee erst lange nach der für ein gutes Glas Wein kommt, hast Du mir mit Deinem schönen Beitrag Lust gemacht, bei der Kaffeerösterei von Christian vorbei zu schauen (sollte es mich doch endlich einmal nach Sylt verschlagen).

      Rutsche gut ins neue Jahr, liebe Bärbel, für das ich Dir Gesundheit und viel Erfolg wünsche!

      Liebste Grüße, Nadine

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      1. Liebe Nadine, sage Bescheid, wenn Du auf Sylt bist - ich komme auf einen Kaffee vorbei. Danke für Deinen Besuch und für Dich auch ein schönes neues Jahr und das alles wahr wird, was Du Dir wünschst! Herzlichst Bärbel

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    19. Ohne Kaffee würde ich gar nicht in die Gänge kommen. Kaffee ist mein morgenlicher Wachmacher. Den herrlichen Kaffeeduft rieche ich sogar durch den PC ;-).
      Liebe Bärbel, ich wünsche Dir für 2017 alles erdenklich Gute.
      LG
      Ari

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      1. Danke liebe Ari, für Deine lieben Wünsche! Auch für Dich ein wundervolles neues Jahr und vielleicht laufen wir uns mal in Hamburg über den Weg! Herzliche Neujahrsgrüße, Bärbel

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    20. Einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2017, Bärbel!
      LG aus Prag,
      Baba

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    21. Aha!

      Da wäre ich ja gern dabeigewesen, denn ich mag überhaupt keinen Kaffee. Auch keinen Espresso. Cappuccino oder Latte Macchiato gibt's maximal als *hüstel* doll gesüßtes und möglichst noch amomatisiertes (mit Karamell oder so) Instantpulvergetränk, wenn es nicht so doll nach Kaffee schmeckt. Allerdings liebe ich alles mit Kaffee-Aroma, also Mokka-Eis, Mokka-Torte, Schoki mit Kaffeegeschmack usw.

      INSOFERN unterscheide ich mich von der Grundvoraussetzung doch noch ziemlich von Deiner "Ich trinke keinen Kaffee"-Ausgangslage und somit wäre es wirklich superspannend gewesen, ob auch ich mit ü50 auf einmal Kaffee hätte trinken/genießen können.

      Toller Bericht! Vielen Dank dafür.
      Liebe Grüße
      Gunda

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    22. Hallo, sehr interessanter Bericht! Ich bin von Nespresso vor einem Jahr auch zu Bohnen gewechselt, für mich ist das beste Brühverfahren French Press, aber auch mit Vorquellphase. Seitdem hab ich von überall Bohnen probiert. Meine Erfahrung: kleine Rösterein können zwar toll sein, müssen aber nicht. Ich hatte schon einige Chargen schon fast verbrannter Bohnen. Es ist leider nicht so, das jeder, der es mit Leidenschaft macht, auch die Erfahrung dazu hat. Für mich hat aber das Brühverfahren auch den Unterschied gemacht und die Frische der Bohnen. In Frankfurt hab ich mir mal eine ganz eigene Mischung aus Bohnen aus Guatemala mit Robustabohnen mischen lassen (Robusta hat mehr Koffein, schmeckt stärker und macht mehr Crema) das war auch ganz perfekt. Großrösterein können gute Preis-Leistungsverhaltnisse anbieten, für Vieltrinker auf jeden Fall ein Thema, selbst wenn ein Pfund um die 8 Euro kostet und auch nicht überall erhältlich ist. Du scheinst Glück gehabt zu haben, aber nicht alle kleineren Rösterein sind ausgezeichnet. Eine Chance geben sollte man ihnen aber ganz sicher. Wie ist es denn bei dir, wo du wohnst? Hast du dort was probiert, die Versandkosten spielen ja auch eine Rolle. Wenn man öfter neu kauft und es recht frisch will. Herzliche Grüße, Elaine

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      1. Grüß Dich,
        danke für Deinen ausführlichen Kommentar und Deinen Hinweis auf die Röstqualität. Daran hatte ich noch gar nicht gedacht, weil ich ganz zufällig an einen Profi mit Ahnung und liebe zur Produkt gearteten bin. Auf Sylt war ich ja bei dem Röstvorgang dabei und habe den Erklärungen von Christian gelauscht und ihn danach ausgefragt, wie er dazu gekommen ist. Leider habe ich diesen Teil im Text weggelassen, weil ich immer kürzen muss, wenn ich einen Artikel fertig habe. Dann also hier: in Köln gibt es sehr viele kleine Röstereien, in den Kreisen hat er sich sehr lange bewegt, selber geröstet, viel probiert und reichlich Erfahrungen gesammelt, bevor er den Schritt der Selbstständigkeit gegangen ist. Und der Erfolg und der Kaffee geben ihm recht! Ich habe in Berlin bisher eine Rösterei (die mit dem langsamen Röstverfahren in einem Trommelröster wirbt) gefunden, ganz in der Nähe, damit ich mit dem Rad zum Einkauf fahren kann. Ich griff nach COSTA RICA Bohnen, war jetzt nicht gerade enttäuscht, aber mit FREYA natürlich nicht zu vergleichen. Ich werde mal gucken, ob ich mir da auch etwas zusammenstellen kann, das ist eine prima Idee.
        Und ein Vieltrinker werde ich nicht, obwohl ich momentan gerade große Lust habe, mich durch das vielfältige Bohnenangebot zu filtern ;-)
        Herzlichst
        Bärbel

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      2. Liebe Bärbel, ich finde das Entdecken das Allerbeste. Ich bin große Kaffeetrinkerin und hab mich auch erst vor Kurzem überhaupt mal mit Bohnensorten beschäftigt. Ich hab mal nachgesehen, "Freya" ist eine Mischung aus Bohnen aus Äthiopien und Guatemala.
        Ich finde äthiopischen Kaffee grob gesagt (es gibt auch Ausnahmen) eher kräftig, fruchtig, Den aus Guatemala dagegen sanft und vielschichtig. Solche Mischungen findest du auf dem Markt nicht oft, ich finde sie aber spannend. Probier doch mal eine kleine Menge der Beiden, dann weißt du erst mal, welche Länder die für dich passenden Bohnen herstellen. Oder du lässt es dir bei dir mischen, dann hast du eine heimatliche Freya-Version. Ich mag auch die beiden Sorten am liebsten, jedenfalls bis jetzt, leichter Vorteil für den Guatemala. Aber ich werde weiter experimentieren. Herzliche Grüße, Elaine

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    23. Wie schön, dass ich im August auch die Gelegenheit bekomme, Sylt zu besuchen. Der Name "Freya" hat mich doch glatt angelockt, wenn ein Kaffee so schön heißt, muss er etwas Besonderes sein.
      Dabei bin ich eigentlich eine Teetrinkerin. Mit gewöhnlichem Kaffee lockt man mich nicht. Danke für den Tipp!
      Wünsche Dir einen schönen Restsonntag!

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    Er wird nicht gleich hier erscheinen, aber ich schalte ihn so bald wie möglich frei.

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    Vielen Dank und liebe Grüße!
    Bärbel ☼